Hallo Welt!
Na was solls, dann geh ich halt doch mal auf Details zu meiner Person ein!;)
Am 26. September im Jahre 1986 in Pforzheim geboren fing diese ganze Story also an. Damals konnte noch keiner ahnen, dass dieser klein, blauäugige Wurm 19 Jahre und n paar Tage später im Flieger nach Südafrika sitzen würde! Das ganze Standardprogramm also hinter mich gebracht, mit Kindergarten Hohenwart, Grundschule gleich nebenan, Kepler Gymnasium in Pforzheim bis vor Kurzem un nu das Abiturzeugnis auch schon in der Hand…so rückblickend war alles eigentlich genau so richtig und ein waschechter Erfolg, die Tiefen und Misserfolge gehören einfach dazu, wenngleich da nich allzu viele waren…
Aber warum um alles in der Welt will dieses kleine Landei aus nem Dorf mit gerademal einer Ampel noch vor Vollendung seines 20. Lebensjahres in eine der größten Städte Südafrikas wird sich jetzt der ein oder andere fragen…
…ganz einfach…iss das nicht zu erklären, aber ich werds versuchen: Schon während der Oberstufe drängte sich natürlich die Frage auf, was dann? Ein Studium solls schon sein, für mich keine Frage, aber da wär ja noch ein Jahr Zivildienst oder Bundeswehr zu absolvieren. Nachdem ich von 3 bis etwa 14 fest davon überzeugt war, dass es ein wunderbares Erlebnis sein müsste mal so richtig im Dreck zu liegen, Befehle bärenstark wie richtige Männer einfach auszuführen und mit richtig echten Waffen zu hantieren, hat diese Vorstellung mit der Ausbildung von ausreichend Verstand und die Aneinanderreihung von aufeinender aufbauenden Gedanken dazu geführt diese ehemalige Wunschvorstellung als Kindheitsträumereien zu verwerfen.
Doch das Streben nach Abenteur und der Wunsch auf eigenen Beinen zu stehen und die Welt ausserhalb des einampeligen Dorfes, dem wohl behüteten Baden-Württemberg und dem politisch so stabilen Europa mit eigenen Augen zu sehen und vielleicht sogar zu verstehen führte dazu auch einen klassischen, konventionellen Zivildienst zu verwerfen. Mehr oder weniger schnell kam mir also in den Sinn meinen Zivildienst in Form eines sozialen Dienstes im Ausland zu leisten. Wie man vielleicht bemerken kann versuche ich gerade die oben beschriebenen aufeinender aufbauenden Gedanken zu rekapitulieren. Da ich in der Schule zwar drei Fremdsprachen hatte (Englisch, Französisch und Italienisch), aber mir klar wurde kein sprachlicher Überflieger zu sein entschloss ich mich eine möglichst englischsprachige Einsatzstelle zu suchen, um das heutzutage so wichtige Englisch auszubauen und wenigstens diese gelernte Sprache nicht einfach so in Vergessenheit geraten zu lassen.
Zur näheren, englischsprachigen Auswahl stand also Amerika, Großbritannien, Australien oder manche Teile Afrikas. Da sich das Kennenlernen anderer Kulturen für mich auch sehr interessant darstellte, Großbritannien und Amerika zum einen diesbezüglich keinen großen Unterschied machen, zum anderen Großbritannien nichts von Europa hält und die Amerikaner zuviel von sich selbst blieb also nurnoch Australien, oder eben Afrika!
Durch Erzählungen und die allgemein politisch und gesellschaftlich interessante und spannende Situation, in der sich speziell Südafrika befindet kam ich schließlich zu dem Entschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen ähnlichen Dienst dort zu absolvieren um meinen Zivildienst hier in Deutschland zu ersetzen.
An dieser Stelle möchte ich auf den Eintrag WISE e.V. verweisen und mich bei der höheren Macht bedanken, die dafür verantwortlich ist, dass zum einen diese wirklich (von der Philosophie her) vorbildliche, ja traumhafte Organisation überhaupt existiert und zum anderen ich sie gefunden habe. WISE e.V. ist noch sehr jung, die Gesamtorganisation zeigt noch deutliches Steigerungspotential, aber wie es sich die Verantwortlichen Pablo Schickinger und Cordula Müller wünschen bin auch ich sehr zuversichtlich, dass dieser Verein in Zukunft zu den besten Trägerorganisationen für Freiwilligeneinsätze im Ausland gehören wird!!!
Ach ja, höhere Macht oder Organisationsgenie des Lebens (ich hab noch keinen passenden Namen gefunden) ich danke Dir natürlich auch dafür, dass sich die Verantwortlichen für mich entschieden haben und mir somit die Möglichkeit geben eine andere Kultur kennenzulernen und nach bestem Wissen und Gewissen Lernen und helfen zu können!
Soweit eigentlich zur Vorgeschichte dieses Blogs…jetzt fällt mir nichts mehr ein, bis zum nächsten Eintrag!;)
Holla…
Add comment Juli 12, 2006
Meine Trägerorganisation
Weltweite Initiative für Soziales Engagement e.V.
Wir – ein Zusammenschluss engagierter Bürger – sind ein kleiner, gemeinnütziger Verein, der jungen Menschen ermöglicht, in basisnahen Sozialprojekten in Schwellen- und Entwicklungsländern sozialpraktisch mitzuarbeiten und so ein Zeichen zu setzen für eine menschlichere Welt. Wir wollen Alternativen zum Kriegsdienst aufzeigen, Friedensarbeit erfahrbar machen und einen Ort des interkulturellen, wechselseitigen LERNENS entstehen lassen: „Miteinander leben, voneinander lernen!“
Der Gedanke der Wechselseitigkeit ist zentral für gelungene Völkerverständigung. Auch wir können vieles vom Süden lernen. Diese Rückkopplung in die deutsche Gesellschaft (neben sinnvoller Sozial- und Entwicklungsarbeit) wollen wir über unsere Freiwilligen (FW) u.a. mit ihren Erfahrungsberichten während des Dienstes und nach ihrer Rückkehr erreichen. Wir sind als Trägerorganisation für soziale Freiwilligendienste im Ausland staatlich anerkannt (§14 b und c ZDG).
Bürgerschaftliches Engagement:
Wir verstehen uns als (anschluss-)offene Plattform von engagierten Bürgern, die etwas Gutes auf die Beine stellen wollen. Wir gehen den Weg der Bildung und des Dialogs – im In-und Ausland. Wir wollen, dass unsere FW Verantwortung übernehmen – für sich und für andere – und zu (Leistungs)-Trägern einer gerechteren Gesellschaft reifen, indem sie sich für ihre Mitmenschen sozial engagieren. Unsere Freiwilligen zeigen ein ungewöhnliches Maß an Kreativität, Zivilcourage und Mitgestaltung – und schenken täglich Kindern Freude und Hoffnung (z.B. in Kooperation mit „Clowns ohne Grenzen“).
So gesehen ist „Soziales Lernen“ für die Entwicklung einer gerechteren Gesellschaft unverzichtbar und schafft – gelebt im Alltag – ein Potential für mehr Frieden und Gerechtigkeit.
Wo und wie helfen wir?
Unsere Freiwilligen helfen an der Basis. Und zwar dort, wo ihre Hilfe sinnvoll ist. Wir kooperieren mit kleinen, einheimischen (lokal verwurzelten), möglichst vorbildlichen Projekten, die einen unmittelbaren, positiven und nachhaltigen Einfluss auf ihr soziales Umfeld haben. Unter anderem helfen wir in Bolivien (Kulturhaus im Armenviertel, Theater von und für Benachteiligte); Brasilien (Straßenkinder in Fortaleza); Südafrika (Behinderte aus mittellosen Familien, Armenkindergärten in Townships); Nicaragua (mobile Schule und SOS-Kinderdorf in León); Palästina (Bildung & Versöhnung); Russland (Altersheim)…
Wer sein Wissen und Können, seine Kreativität und sein Idealismus einbringen möchte; wer z.B. in einer Theatergruppe Palästinenser und Israelis gemeinsam auf eine Bühne bringen will; wer als Streetworker in Durban, Santa Cruz oder San Cristobal Kindern Mut machen oder das therapeutische Reiten für Behinderte oder einen „Chor für Taubstumme“ organisieren will, der ist bei uns richtig.
Unsere Unabhängigkeit ist uns wichtig. Wir arbeiten überparteilich und überkonfessionell – und sind von keiner Interessensgemeinschaft abhängig. Gerade deshalb sind wir auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen.
Wir können die Friedenseinsätze nur durchführen, wenn wir einen Teil der anfallenden Kosten über Spenden aus der breiten Bevölkerung decken können.
Bitte, helfen Sie uns helfen!
Wer die Arbeit der Weltweiten Initiative und somit Freiwilligeneinsätze weltweit unterstützen will darf das natürlich gerne tun!;)
Spenden an:
Wise e.V.
Konto: 861 1300
BLZ: 550 20 500 (Bank für Sozialwirtschaft)
Betreff: Spende 80013 (bitte sonst nichts in den Betreff schreiben).
HERZLICHEN DANK!
Add comment Juli 12, 2006
Herzlich Willkommen!
Wer den Weg hierher gefunden hat kennt mich wahrscheinlich soweit, dass ich es mir sparen kann kleine Details meiner Person hier zu beschreiben. Nachdem mich ein gewisser David dazu genötigt hat einen sogenannten Blog zu errichten um die ganze weite Welt über das worldwideweb über Fortschritte, Probleme oder einfach nur mein persönliches Befinden während meiner Arbeit in Durban/Südafrika aufzuklären, bin ich gerade dabei die genaue Funktionsweise dieser technischen Spielerei zu erforschen. Ich will hier nichtnur versuchen die jetzt noch etwa 5 Wochen (ououououuuuuuuu!) meiner Vorbereitung bis zur Ausreise zu schildern, sondern viel wichtiger natürlich auch vor Ort Informationen über den Alltag im Projekt oder eben über alles was so ansteht zu geben. Viel Spass damit und alles Gute!
Add comment Juli 11, 2006